Dienstag, 1. März 2016

Musikalischer Geburtstagskuchen


Am Wochenende waren wir eingeladen zum 60. Geburtstag meines Onkels. 

Nachdem das ganze mit Kaffee und Kuchen beginnen sollte, 


habe ich beschlossen auch einen Kuchen mitzubringen. 


Einen etwas anderen. 

Da mein Onkel uns auf jeder Feier mit seinem Akkordeon unterhält, dachte ich mir, 
ich mache ihm einen Akkordeonkuchen. 

Mit Akkordeons kenne ich mich nicht so gut aus, ich bin davon ausgegangen, dass die alle einheitlich gleich sind. Also hab ich mir von meiner Freundin ein Bild ihres Akkordeons knipsen lassen, das ich als Vorlage verwenden wollte. 



Der erste Kuchenboden war schon gebacken, als ich zufällig nochmal die Einladung in die Hand nahm, wo ein klitzekleines Bildchen vom Onkel mit Akkordeon drauf war.

Dann der Schock! Akkordeons sind nicht alle gleich! 
Meins hatte Tasten, das hatte Knöpfe. 

Also hab ich mal das Internet angeworfen und Akkordeons mit Knöpfen gesucht. 
Gar nicht so einfach, denn die Dinger heißen offenbar gar nicht Akkordeon, sondern Harmonika, 
in diesem Fall sogar Steirische Harmonika. 
Auch wieder was gelernt!

Also hab ich nach diesen Dingern gesucht und auch wieder unterschiedliche gefunden. 
Das Bild auf der Einladung war auch so undeutlich, dass man nichts richtig erkennen konnte, außer ein etwas ausgefranstes Emblem mit einem roten Punkt vorne drauf. 

Nach einer halben Stunde weiterer Nachforschungen konnte ich dann aber eindeutig sagen, dass diesen roten Punkt nur die Firma Staller hat, also musste das Akkordeon meines Onkels auch so eines sein. 
Das habe ich zumindest mal so beschlossen (gehofft), mir ein paar Bilder ausgedruckt und losgelegt. 

Vier Böden und ein paar Kilo Buttercreme später konnte ich mich dann auch schon an die Feinarbeiten machen und anfangen, das Kuchenteil nach einer Harmonika aussehen zu lassen. 

Das Schwierige war, dass dieses Ding zum einen aus Holz, zum anderen aus Metall mit ganz vielen Verzierungen bestand und ich nicht wirklich wusste, wie ich die so halbwegs passend hinbekommen sollte. 

Mit Hilfe meiner Muskatreibe, dem Schneebesen vom Handrührgerät, einer Filzstiftkappe, dem Apfelausstecher, Mann und meinen Kindern habe ich dann gemalt, geschnippelt und verziert.

Am Ende war ich doch ganz zufrieden. 

Am nächsten Tag musste die Torte dann nur noch 2 Stunden über die Autobahn zum Onkel gefahren werden. 
Sie kam auch mit nur leichten Blässuren dort an und mein Onkel hat sich doch sehr gefreut, denn es war wirklich seine Harmonika, mit allem, was dazugehört.
Da hat sich die Arbeit dann doch gelohnt. 
 
 
 
 
 
 
 
Ach ja, geschmeckt hat sie übrigens auch :-) 
LG 


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